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Über Nacht an der Schrammsteinaussicht, Bad Schandau

Die letzten kühlen Tage noch mal ausnutzen und an der Schrammsteinaussicht übernachten, am letzten Wochenende im Feburar war es so weit. Im Zahnsgrund bei Ostrau kann man kostenlos parken (im Winter ist auch noch nichts los), der Schießgrund bringt einen zu den ersten Boofen am Hohen Torstein. Ich bin allerdings über den Vorderwinkel weiter zur Schrammsteinaussicht gelaufen und habe mir eine windgeschützte Stelle am Schrammsteinwächter für die Nacht gesucht. Bis 23 Uhr war die Nacht extrem dunkel, Belichtungszeiten von über 5 Minuten pro Bilder waren notwendig. Gegen Mitternacht ging der Vollmond auf, da lag ich allerdings schon im warmen Schlafsack – der Sonnenaufgang am nächsten Morgen war leider nicht ganz so spektakulär wie erwartet da es über Nacht zugezogen hatte. Vor dem Abstieg erkundete ich noch den Frühstücksplatz unterhalb der Schrammsteinaussicht – dabei klarte es auf und ich konnte bei herrlichem Sonnenschein zum Schrammtor absteigen.

Winterbiwak im Karwendel

Kurz nach dem Jahreswechsel musste mein neuer Mountain Hardwear Lamina Z Torch (-15°) Schlafsack getestet werden, bei einem Biwak über 2000hm und mit 360° Panoramablick. Samstag Abends mit der letzten Bergbahn um 16 Uhr hoch (Kommentar des Gondelführers unter Schulterzucken: „Lieber als erster Sterben als Zweiter werden“, als ich ihm von meinem Vorhaben erzählte) und oben die Gegend erkundet. Durchs Dammkar rüber zur Skiabfahrt, dort das magische Licht des Sonnenuntergangs fotografiert. Sobald die Sonne hinter den Bergen des Karwendelgebirges verschwunden war, fiel die Temperatur schnell auf ca. -9° Celsius. Zurück durch den Dammkartunnel, durch den Temperaturunterschied im Tunnel sind direkt meine Kameraobjektive beschlagen und eingeforen. Etwas windgeschützte Stelle für das Biwak gesucht schnell zum auftauen ins Zelt verkrochen. Dank einer Thermoskanne heißem Tee war die Nacht ganz angenehm – am nächsten morgen waren allerdings meine Schuhe so steifgefroren dass anziehen fast unmöglich war.
Ich fand den Sonnenaufgang fotografisch sehr angenehm, die Wärme half beim auftauen und gegen halb 9 bekommt man den ersten Kaffee oder Tee in der Bergstation.

[URBEX] – Mausoleum H.

Die schönsten Lost Places findet man selten im Internet. Die Info zu diesem Ort kam von einem Anwohner, den wir in der Nähe eines sehr bekannten Lost Places getroffen haben.
Die Tür ging etwas schwer auf, war aber nicht verschlossen, innen schöner natürlicher Verfall. Leider waren vor uns scheinbar Grabräuber am Werk, die Särge waren aufgebrochen und Teile der Skelette fehlten. Ich frage mich bei welchem Freak jetzt wohl ein Totenkopf-Skelett im Regal steht…

Herbst-Biwak auf dem Winterstein, Sächsische Schweiz

Freitagabend vom Kirschnitztal, Parkplatz Neumannmühle nachts durch die Raubsteiner Schlüchte hoch auf den Winterstein gewandert (Der Aufstieg durch die schmalen Felsspalten und die Leiter hoch mit Übernachtungsgepäck/Kameraausrüstung ist echt spannend, zum Glück hört mich bei Nacht keiner fluchen) – ab 2 Uhr morgens klarte der Himmel auf, bis ungefähr 3 Uhr bei Sturmwind die Milchstraße fotografiert – danach in die Boofe zurückgezogen und dank Schlafsack mit zusätzlichem Innenfleece und Biwaksack bis zum Sonnenaufgang um 07:30 geschlafen wie ein Stein. Das durch Inversionswetterlage entstehende Nebelmeer im Tal blieb leider aus, dafür war der Sonnenaufgang eindrucksvoll und vertrieb die Kälte der Nacht zusammen mit einer Thermoskanne Tee recht schnell. Durch die Spitzsteinschlüchte zurück zum Auto, den fragend schauenden Kolonnen von Wanderern fröhlich grinsend entgegen.. 🙂

[Altbergbau] – Mergelgruben

Riesige Mundlöcher im Berg, der/die Eingänge liegen in einem schönen Tal, fast Canyon. Die von uns besichtigte Grube ist unglaublich riesig, sogar ein Fiat Uno wurde dort zur Fortbewegung genutzt und liegt jetzt ausgebrannt tief im Berg. Das Gestein Mergel, ähnlich wie Sandstein… komplett weich und formbar. Aus dem Berg wurden Blöcke aus Mergel gehauen, durch Brennen und Wässern gehärtet, dadurch als Baustoff verwendbar.
Von diversen Besuchern wurden über die Jahre kleine Kunstwerke tief im Berg geschaffen, im Eingangsbereich viel Graffiti und jeder hinterlässt seinen Namen im weichen Stein. Die älteste Inschrift an einer der tiefsten Stellen im Berg welche wir entdeckten stammte von ca. 1700…

Norway – hunting the light – 1

Einer meiner größeren Träume (und ich behaupte der Traum eines jeden Landschaftsfotografen) war es seit langem das Nordlicht zu fotografieren. Nach kurzer Recherche im Netz fand sich auch das Reiseziel – eine Woche Tromsø sollte es sein.

SAS - Skandinavian Airlines

 

Die Flüge, Unterkunft via AirBnB und Mietwagen waren schnell
gebucht, am 16.09.2015 war es dann soweit. Mit dem ICE nach Frankfurt zum Flughafen, SAS – Skandinavian Airlies brachte mich mit einem Zwischenstopp in Oslo und kurzer Verwirrung mit dem Gepäck beim Umstieg zum „Tromsø lufthavn“.
Sonnenuntergang in Tromsø

 

Mietwagen abgeholt, auf zur Unterkunft für die Woche – Check In, alle nett und freundlich, gemütliches Zimmer. Danach Einkaufen, Stadt und Umgebung erkunden. Mittlerweile ging auch die Sonne unter, spektakulärer Sonnenuntergang am Flughafengelände.

 

Bester Platz für ein Abendessen..

 

Zum kleinen „Abendessen“ aus dem Supermarkt einen ruhigen Platz am Fjord gewählt. Langsam wurde es dunkel und die Norweger sparen definitiv nicht mit Beleuchtung – Jedes Haus und jede Straße ist goldgelb erhellt…

 

 

The Arctic Cathedral

 

Die Vorhersage für Nordlichter sah recht gut aus, da es allerdings stark bewölkt war hatte ich relativ wenig Hoffnung auf Nordlichter und Fotografierte Abends einige der Sehenswürdigkeiten Tromsøs – unter anderem die Eismeerkathedrale und die Tromsø-Brücke „Tromsøbrua“. Nette Unterhaltung mit einigen Norwegern im Hafen, welche mit einem Hurtigruten-Schiff die klassische Postschiff-Route fuhren.

 

Die ersten Spuren des Nordlichts

 

Gegen Mitternacht entdeckte ich doch einige Wolkenlücken und entschied mich aus der hellen Stadt zu fahren, und tatsächlich zeigte sich etwas außerhalb das erste Nordlicht zwischen den Wolken…

 

 

Aurora über dem RamsfjordNoch mehr Glück hatte ich dann am Ufer des Ramsfjordes, teilweise verzogen sich die Wolken fast komplett und das Licht war wirklich schön zu sehen.

Gegen 03:30 hatte ich dann doch genug fotografiert (war schließlich seit 05:30 unterwegs) und machte mich zufrieden für den ersten Tag/die erste Nacht auf den Weg zurück ins Zimmer.

Meine Route am ersten Tag habe ich über das GPS-Modul der Kamera loggen lassen, die Orte an denen Bilder aufgenommen wurden sind in Karte in der Galerie sichtbar.

 

Weitere Bilder von dieser Tour findest du hier:

Schwarzes Moor, Rhön

Das versunkene Dorf im schwarzen Moor

„Vor undenklicher Zeiten versank im Schwarzen Moor eine schöne Stadt oder, wie andere wissen wollen, ein großes Dorf, weil die Einwohner von ihrem sündhaften Leben nicht ablassen wollten. An die Stelle der Stadt oder des Dorfes trat nun ein unergründlich tiefer, schwarzer See, der nach und nach bis auf die wenigen schwarzen Löcher von einer dichten Moordecke überzogen wurde. In der Tiefe des Moores jedoch ist das Leben noch nicht erstorben; denn wenn die Bewohner des versunkenen Ortes nach ihrer Kirche eilen und reuevoll dort um Erlösung beten, dann braust es im Moore gewaltig, und schwarzes schlammiges Wasser gärt aus den sogenannten ‚Teichen‘. Auch habe mancher, der sich am Rande des Moores niederlegte, zuweilen noch die Turmuhr schlagen und die Hähne aus der Tiefe krähen hören. Nur drei Jungfrauen aus dem versunkenen Ort war es gestattet, zuweilen aus dem Moore emporzukommen. Sie wurden in der Umgegend die Moorjungfern genannt und kamen regelmäßig zum Kirmestanz nach Wüstensachsen. Als sie aber dort einmal über die Zeit zurückgehalten wurden, verließen sie traurig den Tanzplatz. Am anderen Morgen war einer der Teiche blutrot gefärbt. Die Moorjungfern hat seitdem keiner mehr zu Wüstensachsen gesehen. In nächtlicher Stunde schweben nur noch die Seelen der drei Moorjungfern mit denen der anderen dort Versunkenen als Irrlichte über dem Moore.“
– Paul Schlitzer: Lebendiges Erbe – Sagen aus Rhön und Vogelsberg.

[URBEX] – Dr. Bones

Dr. Bones – ehemalige Schule für Physiotherapie. Hammer Location, wenig Vandalismus, schöner natürlicher Verfall. Spannender Eingang, mystische Stimmung.. durch den Wind schlagen Fenster auf und zu, pfeifende Töne entstehen und man fühlt sich nie wirklich alleine..

[NIGHT] – Biwak im Elbsandsteingebirge

Freitagabend, ab nach Bad Schandau – am Beuthenfall geparkt und gegen 21:30 Uhr stand ich vor den Häntzschelstiegen. Kurz hochgeklettert, oben den letzten Schimmer des Sonnenuntergangs fotografiert. Danach lief ich eine kleine Runde über das lange Horn, die Wolfsfalle und obere Affensteinpromenade zurück zum Ende des unteren Teils der Häntzschelstiege und schlug dort auf dem Aussichtsfelsen mein Nachtlager auf.
Gegen 01:00 Uhr legte ich mich unter sternenklarem Himmel schlafen, die Kamera nahm ein Timelapse auf. Ca. gegen 4 Uhr verschwand die Milchstraße langsam, es wurde wieder hell und im Tal zog Nebel auf. Auf dem Rückweg zum Beuthenfall über die Wolfsstiege und den vorderen Heideweg waren an vielen Stellen fantastische Lichtstrahlen zwischen den Bäumen zu sehen. Als ich um 9 Uhr wieder am Parkplatz war, füllte sich dieser schlagartig mit Ausflüglern und ich machte mich so schnell wie möglich auf den Heimweg.

[URBEX] – Château Noisy / Miranda Castle

Einer der bekanntesten Lost Places, den man einfach besucht haben muss. Von außen ist das Schloss immernoch sehr sehenswert, auch wenn der Verfall stark zunimmt. Durch den offenen Hintereingang kommt man ins Gebäude, dort macht das Fotografieren allerdings keinen Spaß mehr – zu viel Vandalismus. Von dem angeblichen Wachdienst war weit und breit nichts zu sehen, „nur“ insgesamt 6 andere Fotografen und Urbexer sind uns in nur 2 Stunden begegnet.